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Information
| Strasse: | St. Karli Str. 8 |
| PLZ / Ort: | Luzern |
| Rubriken: | Kunstgalerien, Schule für Gestaltung, Kunst, Kunsthandwerk, Kunstgewerbe |
| Suchbegriffe: | Schule, Schule-Luzern, Kunstseminar, Landschaftsmalen, Kunstgeschichte, Portraitmalen, Aktzeichnen, Galerie, Artothek, Bilderverleih |
| Informationen: | Kunstseminar Schule für Malen und SehenKunstseminar Galerie Was ist die Schule für Malen, Sehen und Kunstorientierung? Ausbildung am Kunstseminar Das Kunstseminar ist eine Malschule, die eine rein malerische und zeichnerische Ausbildung vermittelt. Es geht nicht ausschliesslich darum, Kunst als Beruf zu lernen, sondern - im Hinblick auf die wichtige Stellung der Kunst in der heutigen Gesellschaft - ihre Eingliederung in das tägliche Leben zu fördern. Es gibt vier Ebenen, auf denen sich die Besucher des Kunstseminars mit der Malerei auseinandersetzen können. Ausbildung zum Maler
Die Ausbildung zum Maler stützt sich auf das einzige Kunstereignis, das zu keiner vorübergehenden Kunstrichtung gezählt werden kann. Dieses Ereignis ist der Impressionismus, der die fundamentale Entdeckung des Sehens als allgemein gültigen Grundwert der modernen Kultur erkennt und somit die Kunst von den Zwängen sich abwechselnder Stilrichtungen befreit. Das impressionistische Sehen geht über die Beobachtung und das Studium der Natur im vorimpressionistischen Sinne hinaus, indem es das sinnliche Erleben der Natur in den Mittelpunkt stellt. Für Cézanne war jede farbige Wahrnehmung eine "Annäherung an Gott". Damit hat er dem Sehen qualitative Werte zugeteilt, die man nie zuvor einem sinnlichen Organ zuzutrauen gewagt hätte. Er hat das neue, schöpferische Sehen entdeckt. Das Auge hat beim Malen nicht zu vermitteln, sondern selber zu malen. Das Kunstseminar stellt sich die Aufgabe, individuelle Entwicklungen anbahnen zu helfen, in denen die Kunst des Sehens unendlich gesteigert werden kann. 2. Erweiterung der allgemeinen BildungDas Sehen ist also nicht als Mittel, sondern vielmehr als Ziel der Kunst zu verstehen. Mit diesem Ziel wendet sich der Impressionismus an die Öffentlichkeit, um ihr nicht nur Bilder zu zeigen, sondern die Kunst des Sehens zu vermitteln. In diesem Sinne hat der Impressionismus nicht nur eine grundlegende Bedeutung für die moderne Malerei, sondern auch für das moderne Leben. Die Besucher des Kunstseminars, die nicht Maler werden wollen, sondern sich mit der Malerei befassen, um das persönliche Kulturleben zu erweitern, verfolgen das gleiche Ziel: die Kunst des Sehens. Seitdem das Sehen im Zentrum der neuen Kunst steht, ist es auch ein grundsätzlicher Bestandteil der neuen allgemeinen Bildung. Wenn man also im neuen Sinne sehen lernt, leistet man einen schöpferischen Beitrag zur allgemeinen Kulturentfaltung. 3. KunstorientierungKunstorientierung heisst, sich in der Welt der Kunst und ihrer Geschichte zu orientieren, und zwar mit dem Ziel, die gegenwärtige Situation der Kultur zu verstehen. Sie ergibt sich nämlich aus dem schöpferischen Prozess der Geschichte und stellt uns vor ganz bestimmte Aufgaben. Diese als schöpferische Notwendigkeit zu erkennen, bedeutet den Raum unserer Freiheit und unserer Schöpferlust gefunden zu haben. Die Kunstorientierung beinhaltet Vorträge, Gespräche und Bildbetrachtungen. Sie steht allen Besuchern des Kunstseminars offen und kann auch von denjenigen besucht werden, die sich ausschliesslich für theoretische Fragen der Kunst und der Kunstgeschichte interessieren. 4. FreizeitbeschäftigungAuch bei den Besuchern des Kunstseminars, die das Malen als Freizeitbeschäftigung verstehen, bleibt die Zielsetzung unverändert. Denken wir an die Musik, wo die vielen Musikliebhaber ihr Instrument nach den gleichen Gesetzen spielen wie die Virtuosen und die Komponisten. Diese aus dem privaten Interesse gepflegte Musik bildet das lebendige Milieu, aus dem die berufenen Künstler entstehen können. In der Malerei ist es ebenso. Deshalb soll sich auch die Malerei als Freizeitbeschäftigung auf die gleichen Grundbegriffe stützen wie jene der berufenen Maler.
Gedanken zu „Bildung durch sehen“ Bildung durch sehen möchte einen neuen Erkenntnisweg beschreiten. Das herkömmliche Erkennen der sichtbaren Wirklichkeit führt zur Beschreibung des Gegenstandes, zur Analyse desselben oder zu Werturteilen. „Sehen“ möchte etwas ganz anderes. Zunächst geht es darum, festzustellen, dass die sichtbare Wirklichkeit sich dem Auge – noch vor aller Deutung – als Farbe mitteilt. Alle Farben stehen in einem lebhaften Verhältnis zueinander, was bedeutet, dass man keine Farbe ohne eine andere sehen kann. Die farbige Wahrnehmung ist also ein dauerndes Zueinander-in-Beziehung-setzen. Das allein wäre bereits ein Bildungsmodell. Das gleichzeitige Sehen von Farben ist das Sehen eines Ganzen. Was im Denken nicht möglich ist, da ein Gedanke dem andern zeitlich und logisch oder analytisch folgt, ist im Sehen möglich. Das, was im Denken nur linear, als Nacheinander möglich ist, ist im Sehen als gleichzeitige Einheit wahrnehmbar. Stoff und Raum, Licht und Schatten, warm und kalt, alles ist in der farbigen Ausstrahlung enthalten und bildet durch das Miteinander ein Ganzes. Also auch hier wieder ein Bildungsmodell: nicht fokussierend isolierend wie beim Spezialisten, sondern universal vereinigend ist die Kraft des Sehens. („Auf der Oberfläche eines Apfels sehe ich das ganze Universum.“ Zitat Paul C&ea |
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